2026-1: Produktionshalle

Wegen politischer Vorgaben der Guineischen Regierung konnten in den letzten drei Jahren keine Projektbesuche stattfinden. Umso mehr freuen wir uns, dass ein Besuch im Januar wieder möglich war.
Am 09. Januar machten sich folgende Vereinsmitglieder auf den Weg nach Dow-Bodié: Stephan Becker (Mittelschullehrer), Eve Marie Borggrefe (Grund- und Hauptschullehrerin), Patrick Ciblis (Anlagenmechaniker, Kundendienstleiter SHK, Energieberater), Isabelle Müller (Grundschullehrerin), Jürgen Schaaf (Heizungs- und Sanitärinstallateur) und Markus Schipprack (Elektrotechniker). Isabelle Müller, Stephan Becker und Patrick Ciblis waren das erste Mal dabei. Rückreise am 17.01.2026.


Nach einem Rundgang durch das Projekt, blieben die Techniker in der Produktionshalle, die auch als Lagerhalle dient, hängen.
Im Herbst 2025 war unser Container in Dow-Bodié eingetroffen. Die meisten Waren wurden bereits damals an ihre Bestimmungsorte gebracht. Jetzt folgte das Sortieren der verbliebenen Waren. Kinder boten dabei immer wieder ihre Hilfe an.

In der Halle hatte sich allerhand angesammelt. Offenbar können Bappa und Boubacar nichts wegwerfen, heben lieber alles auf. 
So begann erst einmal eine größere Aufräumaktion. Immer wieder die Frage: „Was kann weg, was muss bleiben?".

Bei der Klärung dieser Fragen waren Eve Marie Borggrefe, Isabelle Müller, und Stephan Becker eine große Hilfe, sie waren als Dolmetscher unverzichtbar. So konnten auch schwierige Sachverhalte differenziert besprochen werden.
Auf jeden Fall wussten Bappa und Boubacar, wo was zu finden war, was vieles erleichterte.

Bei dieser Aktion brachten sich alle Techniker ein, sodass am Abend des ersten Tages die Werkstatt „wie geschleckt" war. Und in der Halle war es auch übersichtlicher.
Man war sich einig, dass defekte Geräte, die nicht mehr repariert werden können, entsorgt werden müssen. Altmetall kann in Guinea in kleineren Fabriken verarbeitet werden. Auf jeden Fall soll noch verwertbarer Schrott nicht unnötig in oder hinter der Halle gelagert werden. Darüber hinaus soll zur vorübergehenden Lagerung ein Holzplatz und ein Platz für Metall geschaffen werden.
Auch Glas soll separat aufbewahrt werden.
Plastikmüll darf nur im Ofen verbrannt werden, nicht jedoch im offenen Gelände.
Der Schulhof sollte immer wieder von Plastikmüll befreit werden.


Fotos:

Fleißige Helfer. Inspektion der neuen Wassertanks. Werkstatt und Magazin.