Projekte 2026-1

Wegen politischer Vorgaben der Guineischen Regierung konnten in den letzten drei Jahren keine Projektbesuche stattfinden. Umso mehr freuen wir uns, dass ein Besuch im Januar wieder möglich war.
Am 09. Januar machten sich folgende Vereinsmitglieder auf den Weg nach Dow-Bodié: Stephan Becker (Mittelschullehrer), Eve Marie Borggrefe (Grund- und Hauptschullehrerin), Patrick Ciblis (Anlagenmechaniker, Kundendienstleiter SHK, Energieberater), Isabelle Müller (Grundschullehrerin), Jürgen Schaaf (Heizungs- und Sanitärinstallateur) und Markus Schipprack (Elektrotechniker). Isabelle Müller, Stephan Becker und Patrick Ciblis waren das erste Mal dabei. Rückreise am 16.01.2026.


Alle Mitglieder der Reisegruppe trafen sich im Frankfurter Flughafengebäude. Es war kalt an diesem Tag, es schneite. Die Anfahrt war also wetterbedingt etwas beschwerlich. Alle waren glücklich, dass sie den Frankfurter Flughafen pünktlich erreichten. Dort wurden Materialen auf verschiedene Koffer verteilt und somit Übergewicht und Reklamationen vermieden.
Der Flug ging von Frankfurt über Brüssel und Freetown nach Conakry. Die Kontrollen an den jeweiligen Flughäfen waren besonders streng. Warum die wiederholten Kontrollen durchgeführt wurden, war nicht ersichtlich. Obwohl die Transferzeit in Brüssel eher knapp bemessen war und die Befürchtung bestand, das Gepäck würde eventuell nicht mitkommen, konnten alle Mitreisenden ihr Gepäck vollständig in Conakry in Empfang nehmen. Der Flieger landete dort mit einer halben Stunde Verspätung.
Im Flughafengebäude wurde die Reisegruppe von einem Flughafenmitarbeiter, einem Gewährsmann, den unsere Vertreterin in Guinea, Frau Djiwo Diallo, gewinnen konnte, in Empfang genommen.
Die Einreise gestaltete sich ohne Komplikationen, dauerte aber ihre Zeit.

Frau Diallo nahm die Gruppe vor dem Flughafengebäude freudig in Empfang. Nach einer nächtlichen Stadtfahrt über neu geteerte Straßen gab es ein leckeres Essen bei Djiwo Diallo.
Die Nacht war kurz! Am nächsten Tag startete der Konvoi bereits gegen 7:00 Uhr Richtung Dow-Bodié.
Auf der Fahrt gab es wie immer viel zu sehen, vor allem für die drei, die zum ersten Mal dabei waren.
Bereits nach knapp zweieinhalb Kilometern war ein Auto defekt, sodass die Insassen auf die beiden andern Autos verteilt werden mussten. Es wurde also eng in den Fahrzeugen. Die Straße bis weit hinter Mamou war wirklich gut und wesentlich besser zu fahren, als es früher der Fall gewesen war.
Nach fast zwölf Stunden kam die Gruppe ziemlich gerädert in Dow-Bodié an, wo alle herzlich empfangen wurden. Eine Mädchengruppe sang ein Willkommenslied.
Natürlich hatte man auch ein schmackhaftes Abendessen vorbereitet. 
Nach der anstrengenden Fahrt und nach dem Bezug der Zimmer kamen bald alle zur Ruhe.

Am nächsten Morgen folgte der obligatorische Rundgang durch das Projekt, bevor sich alle ihren spezifischen Aufgaben zuwandten.

An dieser Stelle soll betont werden, dass sich die Gruppenmitglieder durch Djiwo Diallo, unsere Koordinatorin und Repräsentantin in Guinea, bestens begleitet und versorgt fühlten. Sie hatte alles hervorragend organisiert, hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Gruppenmitglieder und fand selbst in unerwarteten Situationen kreative Lösungen. Sie war die zentrale Ansprechpartnerin und unterstützte das Team während der gesamten Zeit tatkräftig. Sie hatte den Aufenthalt im Vorfeld sehr gut vorbereitet und organisiert und stand dem Team bei Fragen zu Schule, Abläufen und Kommunikation immer zur Verfügung.

Auch außerhalb der täglichen Arbeiten kümmerte sie sich sehr umsichtig um alle.

2026-1: Container

Am 05.07.2025 haben wir einen Container für Dow-Bodié gepackt. Die Beladung fand auf dem Hof unseres Vorstandsmitgliedes Matthias Raps statt.
Die anschließende Freigabe durch den Zoll verlief ohne Probleme. Der Container wurde am ersten Werktag nach der Beladung direkt zum Verschiffungshafen gefahren.
Helfer vor Ort waren: Bettina und Matthias Raps, Christian Haack, Manuel Schimmer, Jörg Watzke, Marcus Weber und Monika Böske. Aloys Böske hielt die Beladung mit der Kamera fest.

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2026-1: Kindergarten

Da in der Schule die Trimesterprüfungen durchgeführt wurden und eine Hospitation in den Klassen zunächst nicht möglich war, besuchten die Pädagogen zuerst den Kindergarten bzw. den Vorschulkindergarten.
Dabei fiel auf, dass der Unterricht ausschließlich frontal und passiv erteilt wird. Lerninhalte werden vorgegeben, nicht von den Kindern selbst entdeckt und erarbeitet. Die Folge ist ein eher schwaches Lese- und Schreibniveau.

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2026-1: Schule

Die Pädagogen waren in den ersten Tagen in ihren Tätigkeiten etwas eingeschränkt.
Hospitationen waren fast nicht möglich, weil die Trimesterprüfungen durchgeführt wurden.
Alle Besuche in allen Klassen waren deshalb gerade in dieser Woche untersagt.
Eigentlich hätten diese Prüfungen schon früher stattfinden sollen, wurden aber wegen der Präsidentenwahl von Dezember auf Januar verschoben.

Isabelle Müller, Eve Marie Borggrefe und Stephan Becker waren gerade zu Beginn des Aufenthaltes bei den Handwerkern unverzichtbar, um auch schwierige Nachrichten exakt ins Französiche zu übersetzen.
Dies war für die Pädagogen jedenfalls am ersten Tag ein gewisser Ausgleich. Sie konnten sich dadurch in die Gesamtgruppe einbringen und so auch die Atmosphäre vor Ort auf sich wirken lassen.

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2026-1: Gesundheitszentrum

Der letzte Einsatz unserer Ärzte war 2022. Nach diesem Einsatz wurde die Genehmigung unserer medizinischen Arbeit von der Regierung zurückgenommen. So ergeht es vielen anderen ONGs. Seither kämpft Djiwo Diallo, unsere Vertreterin in Guinea, für eine erneute Anerkennung und Zulassung.

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2026-1: Produktionshalle

Nach einem Rundgang durch das Projekt, blieben die Techniker in der Produktionshalle, die auch als Lagerhalle dient, hängen.
Im Herbst 2025 war unser Container in Dow-Bodié eingetroffen. Die meisten Waren wurden bereits damals an ihre Bestimmungsorte gebracht. Jetzt folgte das Sortieren der verbliebenen Waren. Kinder boten dabei immer wieder ihre Hilfe an.

In der Halle hatte sich allerhand angesammelt. Offenbar können Bappa und Boubacar nichts wegwerfen, heben lieber alles auf. 
So begann erst einmal eine größere Aufräumaktion. Immer wieder die Frage: „Was kann weg, was muss bleiben?".

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2026-1: Energieversorgung

Nachdem die Techniker sich in der Halle eine Übersicht verschafft und vieles auf- und weggeräumt hatten, konnte Markus Schipprack sich seinen fachspezifischen Aufgaben zuwenden.
Zwei Personalhäuser waren schon seit neun Monaten ohne Strom. Termiten hatten sich an dem Erdkabel zu schaffen gemacht und so für Fehlerströme gesorgt, die groß genug waren, um die Schutzschalter auszulösen.

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2026-1: Wasser, Abwasser

Nachdem die Techniker sich in der Halle eine Übersicht verschafft und vieles auf- und weggeräumt hatten, begann Jürgen Schaaf mit den Vorbereitungen für den nächsten Tag. Patrick Ciblis nutzte die Gelegenheit und besuchte mit den anderen den Markt in Bodié. Insbesondere für diejenigen, die das erste Mal mitgereist waren, war der Besuch ein besonderes Erlebnis.
Am nächsten Tag sollten die neuen Wassertanks installiert und in Betrieb genommen werden. Dies war umso dringlicher, weil am Montag bei Beginn des Schulbetriebs die Wasserversorgung sichergestellt sein sollte.

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2026-1: Nähwerkstatt

Ein Besuch in der Nähwerkstatt war natürlich auch angesagt.

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2026-1: Bibliothek

Natürlich wurde auch die Bibliothek besucht. LeserInnen fühlen sich in der Bibliothek willkommen und können die zahlreichen Tische nutzen. Einige Kinder beschäftigen sich mit Brettspielen. Die Räumlichkeiten waren geordnet und gepflegt, was dem Leiter, Herrn Ly, zu verdanken ist.

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2026-1: Personalwohnungen

Insgesamt waren die Gästehäuser in den letzten Monaten renoviert worden.
Das alte Küchengebäude war derart vom Sturm beschädigt worden, dass es abgerissen und durch ein neues ersetzt werden musste.

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